deviant art

Deviant Login Shop  Join deviantART for FREE Take the Tour
[x]
Download File
HTML, 19.4 KB
more ▶

More from ~JarylGaren

Featured in Groups:

Details

September 8, 2012
19.4 KB
Link
Thumb

Statistics

Comments: 12
Favourites: 2 [who?]

Views: 124 (0 today)
Downloads: 3 (0 today)
[x]


Kapitel 2 – Ein kleiner Blick in die Vergangenheit

„Hrrrm... hurrrrh...", knurrt Jin, als er einige seltsame Kampfposen macht.
„Leidest du unter Verstopfungen, oder was soll das werden?", frage ich perplex.
„Was? Nein! Ich versuch' nur, herauszufinden, wie das mit dieser Magie funktioniert. Das muss ja doch irgendwie gehen, aber ich krieg's einfach nicht hin!", antwortet mir Jin ziemlich frustriert. Wir befinden uns noch immer auf dem Weg  zu dem einen Dorf, die Sonne steht noch hoch oben am Himmel.
„Da hätte uns dieser Typ doch wirklich einen Hinweis geben können... ich kann mir seine Antwort hingegen aber genau vorstellen. ‚Es gibt Dinge, die man selber herausfinden soll... dies ist eins dieser Dinge' oder sowas...", knurre ich mit verschränkten Armen.
„Aber echt, hey... naja, das mal beiseite, was glaubst du, wird wohl demnächst passieren? Auch wenn dieser Herr ziemlich verschlossen war, so hat er dennoch angedeutet, dass wir diese Magie bald bitter nötig haben werden", fragt Jin, er hört mit diesem komischen Herumposieren auf, nun machen wir uns wieder auf den Weg.
„Ich weiß, ich weiß. Da bin ich aber genauso ratlos wie du. Bislang bin ich nie wirklich in eine Situation gekommen, die ich unter normalen Umständen nicht hätte lösen können. Weißt du, und das macht mich eben nervös. Was, wenn wir in so eine Situation stolpern, und wir noch immer nicht wissen, wie wir diese magischen Kräfte benutzen sollen? Dann sind wir echt gefickt...", knurre ich und blicke gen Himmel.
„Hm... ob wir diese Mächte erst dann einsetzen können, wenn wir uns wirklich in Gefahr befinden?", rätselt Jin.
„Möcht' ich ja nicht hoffen. Ich würde schon gerne noch die Nutzungsweise dieser magischen Mächte üben können, bevor wir uns in irgendwelche Schwierigkeiten begeben", murmele ich.
„Jupp...", nuschelt Jin.

„Gottverdammt, na endlich!!", ruft Jin erschöpft, als wir endlich das Dorf erreichen. Auf einem Schild nahe des Wanderweges ins Dorf hinein steht ‚Willkommen in Montan' geschrieben. Hm... ich weiß nicht, mir kommt dieser Name so bekannt vor...  naja, egal, das ist jetzt zweitrangig.
„Hoffentlich haben die Leutchens hier in Montan n gutes Bier...", knurre ich müde, als ich mir den Schweiß von der Stirn wische. Bei der Hitze, die's heute hat...
Jedenfalls, das Dorf scheint ziemlich ruhig zu sein. Die wenigen Leute, die sich hier draußen auf der Straße befinden, gehen recht still ihren Beschäftigungen nach. Trotz aller Ruhe blicken sie uns aber dennoch recht skeptisch und misstrauisch an, als wir so durchs Dorf durchwandern, auf der Suche nach einer Kneipe.
„Langsam nervt's, von jedem immer angestarrt zu werden...", knurrt Jin etwas verärgert.
„Gewöhn dich dran. Das wirst du überall haben", murmele ich schulterzuckend.
Kurz darauf werden wir fündig und betreten die kleine Kneipe. Die paar Leute, die sich dort drin befinden, werden auf uns sofort aufmerksam.
„Drachen sin' hier unerwünscht...", knurrt der Wirt, ein Bulldoggen-Mann, zu uns rüber und deutet zu Jin, dann fügt er noch speziell an mich gerichtet hinzu: „Und Rotaugen wie du auch nicht"
„Ihr seid uns ja gleich wieder los, warum so feindselig?", frage ich bitter, als ich mich an den Tresen zum Wirt hin lehne.
Darauf bekomm ich natürlich keine ordentliche Antwort, war ja klar. Das einzige, was der werte Herr darauf erwidert, ist ein verächtliches Schnaufen.
„Jay, die Leute hier stehen alle auf...", knurrt Jin mir zu. Und das kann ja nur etwas ganz bestimmtes bedeuten... wunderbar...
„... schon gut, schon gut. Wir sind hier nicht willkommen, okay. Dann gehen wir eben einfach wieder", murmele ich, als wir langsam zur Tür zurückweichen.
Einer von diesen Mistkerlen wirft jetzt mit einem sehr spitzen und sehr scharfen Dolch nach meinem Kopf, dem ich aber ganz leicht durchs Neigen zur Seite ausweichen kann, wodurch besagte Waffe jetzt in der Tür steckt, die Jin sofort hastig aufreißt, damit wir schnell entkommen können.
„Ihnen nach!", brüllt einer von ihnen, wir eilen nach Richtung Westen durch das Dorf, in Richtung einer weiter entfernten Bergkette. An deren Fuß befindet sich ein Wald, wo unsere Chance, den Leuten hier zu entkommen, natürlich um einiges größer wird.
„Heh, na das weckt Erinnerungen!", meine ich, schulterzuckend und mit einem eher gequälten Lächeln, als Jin und ich unseren Vorsprung relativ leicht aufrechterhalten können.
„Jupp! Aber diese Typen da sind ja echte Lahmärsche. Da waren die Soldaten und Wachen schon flotter unterwegs!", meint Jin, als er nach hinten auf unsere Verfolger deutet, die ja doch einige Probleme haben, mit uns mitzuhalten. Das Dorf ist mittlerweile auch kaum mehr am Horizont zu erkennen.
„Ist ja nur gut für uns! Dann können wir uns leichter im Wald verstecken, denn auf einen Kampf bin ich ehrlich gesagt nicht aus. Auch wenn die Typen da gerade enorme Arschlöcher sind", meine ich, wir haben den Wald gerade erreicht.
„Mann, bis die hier sind, sind wir ja schon längst über alle Berge", murmelt Jin.
„Nicht stehenbleiben, ansonsten kriegen diese Weichbirnen ja doch mit, dass wir hier drin sind! Wir laufen weiter hinein und verstecken uns dann in einer Baumkrone oder so", dränge ich, Jin antwortet mit einem kurzen Nicken, nun laufen wir wieder los, in den Wald hinein.

„Die zwei Missgeburten sind weg...", knurrt einer von den Montan-Leuten, außer Puste.
„Kommt, gehen wir. So schnell wagen sie sich nicht mehr hierher", bestimmt ein anderer von ihnen, alle anderen stimmen ihm zu.
„Aber ich bleib dabei, der Wolf kam mir so bekannt vor...", murmelt ein anderer von denen.
„Stimmt... aber bitte, der hat hier nichts verloren. Aber warum er es gewagt hat, wieder hierher zu kommen?", fragt ein anderer Montan-Bewohner, als sie den Wald verlassen.
„Klingt fast so, als ob du hier mal gelebt hättest...", murmelt Jin nach einer Weile, als wir uns jetzt endgültig außer Gefahr befinden.
„Wird wohl so sein. Kein Wunder, dass mir die Gegend hier so seltsam bekannt vorkommt...", knurre ich, wir klettern von dem Baum runter, auf dem wir uns versteckten. Dann fällt mir noch etwas ein. Ein ganz bestimmter Ort hier...
„H-hey, warte, nicht so hastig! Wo willst du eigentlich hin?", ruft Jin überrascht, als ich hastig weiterlaufe.
„Wenn ich mich jetzt echt nicht täusche, dann dürften wir hier einen sicheren und gut versteckten Platz zum Wohnen haben", murmele ich, immer tiefer in den Wald hineinlaufend.
„Jay, wonach genau suchst du? Jay? Hallo?", fragt Jin als er mir nachrennt.
„Danach", gebe ich ihm nach einer Weile als Antwort, als ich den gesuchten Ort gefunden hatte. Eine kleine Lichtung, versteckt im tiefsten Inneren des Waldes, in deren Mitte befindet sich ein kleines, aus Stein und Holz gebautes Haus.
„Ich erinner' mich genau... das hier sollte ursprünglich unser zweiter Wohnort sein, weiter weg von diesen blutrünstigen Schweinen in Montan", erkläre ich Jin, der ziemlich verblüfft seinen Blick über die Lichtung schweifen lässt.
„Aber... daraus wurde nichts... oder?", fragt Jin beunruhigt, ich schüttle den Kopf.
„Nein. Zuerst sah es ja danach aus, dass alles gut gehen würde. Mein Vater hat hier viel Zeit verbracht, um dieses Haus hier alleine zu bauen, während meine Mutter und ich daheim in Montan blieben und sie darauf aufpasste, dass mich niemand zu Gesicht bekam. Klar, dass ich so nie Freundschaft mit anderen Kindern in meinem Alter schließen konnte. Und wenn Vater mal nicht damit beschäftigt war, diesen Zufluchtsort hier für uns zu bauen, da hat er mir das Kämpfen beigebracht. ‚Sei stark, kleiner Mann', hat er immer gesagt. ‚Später wirst du mir dafür dankbar sein' und ‚Traue niemandem, außer dir selbst'...", erzähle ich bitter.
„Und... und dann?", fragt Jin weiter nach.
„Tja... es kam wie's kommen musste. Als Vater mit den Bauarbeiten an dem Haus fertig war und wir uns alle in unserem Zuhause in Montan befanden, standen die Dorfbewohner vor unserer Tür. Sie verlangten von meinen Eltern, mich ihnen auszuhändigen, sie haben natürlich abgelehnt. Keine Ahnung, wie sie von mir erfuhren. Jedenfalls eskalierte die ganze Sache in einen Streit. Soweit ich das mitbekam, töteten sie meine Mutter, aber so genau weiß ich nicht, was passierte, ich hörte nur Vater furios brüllen und wie er gegen ein paar von ihnen kämpfte. Ich... konnte nicht mehr weiter zuhören, da nahm ich mir einen von den Dolchen meines Vaters mit und kletterte aus einem Fenster heraus und rannte davon...", erzähle ich weiter.
„J-Jay...", fängt Jin an, ich schüttle aber den Kopf.
„Mach dir um mich keine Sorgen, mir geht's gut! Das hier hat einfach nur Erinnerungen wiedererweckt, das ist alles. Ich hatte schon das Vergnügen, mit einer netten Dame ausgiebig darüber zu sprechen", vergewissere ich ihn mit einem gut gelaunten Lächeln.
„Oh... n-naja dann, wie du meinst...", meint Jin, doch etwas überrascht, dass ich das so locker sehe.
„Jupp. So, aber jetzt bin ich ja mal gespannt, wie's drinnen aussieht", beschließe ich, doch recht aufgeregt, als ich zum Haus hinlaufe und hineingehe, Jin läuft mir nach, mit einem etwas verunsicherten Blick in seinem Gesicht.
„Heh, scheint sich ja ganz gut gehalten zu haben!", merke ich erfreut an. Gut, es hat hier zwar nur das Erdgeschoss, dafür sind die Möbel, die mein Vater von unserem alten Zuhause hierher bringen konnte über die Jahre recht stabil geblieben. Zwar befindet sich eine echt dicke Staubschicht darauf, aber das stört mich momentan nicht im Geringsten.
„Hm, mal vom Staub abgesehen, sieht's ja ganz kuschelig aus", meint Jin.
„Jupp! Zwar haben wir nicht wirklich viel Mobiliar, aber das, was hier ist, reicht vollkommen aus. Wir haben ein Doppelbett, was für meine Eltern war, ein kleineres für mich, einen großen Kasten, eine Feuerstelle und einen Tisch und ein paar Sessel", zähle ich alles für mich noch mal laut auf.
„Passt ja! So wie's aussieht, hätten wir hier ja einen ruhigen Ort zum Leben gefunden", meint Jin fröhlich, als er seinen Arm über meine Schulter legt.
„Auf jeden Fall, ja. Es weiß anscheinend niemand davon, dass sich tief in dem Wald hier so ein Ort befindet, ansonsten würd's hier dann ja komplett anders aussehen", merke ich gut gelaunt an.
„Stimmt. Oh, und weil das Haus ja so weit abseits des normalen Weges ist, sollten hier auch keine ungebetenen Gäste oder so herkommen, oder?", fragt Jin, jetzt klingt auch er wieder fröhlicher.
„Genau! Wir müssten uns zwar immer auf die Jagd begeben, weil wir ja aus Montan nichts kaufen können, aber ich denk mal, dass das kein Problem sein wird, oder?", frage ich nach.
„Pfffht, also bitte, stören würd's mich nicht! Ich bin echt froh, dass ich endlich ein fixes Dach über dem Kopf hab. Kein Davonlaufen und keine Rassistischen Arschlöcher mehr, das ist echt das Beste, was mir je passiert ist, danke Jay!!", ruft Jin überglücklich und umarmt mich mit aller Kraft.
„Whoah, hey, hey, nur die Ruhe, Jin. Jin? Du... kannst wieder... ich krieg keine Luft...", keuche ich atemlos, nach ein paar Sekunden lässt er wieder von mir los.
„Entschuldige... alles klar?", fragt er, ein kleines bisschen peinlich berührt.
„Schon in Ordnung, alles klar. Na dann, machen wir hier mal sauber, und dann gehen wir auf die Jagd, damit wir was zu essen haben", beschließe ich mit einem Lächeln.
„Aye-Aye, Jay!", ruft Jin freudig aus.

„Sag, Jay, du hattest ja kurz von einer Frau gesprochen. Also, nachdem du erzählt hattest, was dort in Montan vorgefallen ist, als du klein warst. Wart ihr beiden zusammen?", fragt Jin neugierig. Wir befinden uns draußen, vor uns brennt ein kleines Lagerfeuer, wir sind gerade beim Essen. Die Sonne ist schon seit einer Weile untergegangen.
„Hm? Oh, ja, kann man so sagen", antworte ich, ein Grinsen kann ich mir nicht verkneifen.
„Ah, na der Grinser verheißt schon so einiges. Naja, wie hieß sie? Und wie war sie so drauf?", fragt er weiter.
„Sie war eine Panther-Frau, ihr Name war Shelly. Sie war kaum älter als ich, so um ein Jahr oder so. Ein sehr fröhliches, ausgelassenes Mädel, das muss ich schon sagen. Weißt du, sie war ebenfalls in dieser Söldner-Gruppe, bei der auch ich war. Um genauer zu sein, war sie sogar die rechte Hand unseres Bosses", erzähle ich.
„Du hattest die Assistentin des Gruppen-Chefs an der Angel? Oh Jaryl, du wilde Bestie", lacht Jin.
„Hey, von seiner Seite schien's überhaupt kein Problem gewesen zu sein, im Gegenteil, er hat am Anfang ein paar Mal versucht, mich mit ihr zu verkuppeln!", verteidige ich mich.
„Ach so, na dann. Und sonst? Habt ihr...?", fängt Jin an zu fragen.
„Wir haben, und das mehrere Male", antworte ich mit einem verschmitzten Lächeln.
„Stecher", murmelt Jin grinsend und knufft mir in den Oberarm.
„He-hey, was soll ich machen, wir waren eben eine lange Zeit zusammen, und wir hatten eben gewisse Gefühle füreinander, da passiert das eben", meine ich lächelnd.
„Auch wieder wahr.  Naja, erzähl weiter, wie war's sonst so?", fragt er weiter.
„Hm, naja, ich fang mal da an, wo wir uns kennenlernten. Da war ich ein neues Mitglied in dieser Söldner-Gruppe, und ich gebe gern zu, zu diesem Zeitpunkt war ich... naja, nicht wirklich sehr gesprächig und hab mich nicht wirklich auf andere Leute eingelassen, bin da eher aus dem Grund beigetreten, weil ich Geld brauchte. Naja, sie hingegen hat mich gleich von Anfang an wie ihren dicksten Kumpel behandelt, so, als ob wir uns schon seit Ewigkeiten kennen würden. Klar, dass ich da zuerst doch etwas genervt von ihren Annäherungsversuchen war. Locker gelassen hat sie aber nie, was ich ziemlich beachtlich finde. Nun, aber nach einer Zeit legt sich diese ‚Einsamer Krieger'-Sache eben in einer Gruppe, und ich begann, mich den anderen zu öffnen, besonders ihr gegenüber", erzähle ich.
„Ah, und da habt ihr auch gleich über eure Lebensgeschichte und so gesprochen?", fragt Jin weiter.
„Jupp, deswegen kann ich ja auch auf das, was in Montan und generell so passiert ist, mit einem Lächeln zurückblicken. Naja, und sonst war es dann so, dass wir immer mehr Aufträge miteinander angegangen sind, da wir in Kämpfen echt gut miteinander arbeiten konnten", erkläre ich.
„Welchen Kampfstil hatte sie eigentlich?", fragt Jin.
„Sie war mehr auf Geschwindigkeit aus, deswegen nahm sie auch immer zwei Kampf-Dolche mit. Auch trug sie leichte Lederrüstung am ganzen Körper, sie ließ keinen Teil ungeschützt. Naja, ganz im Kontrast zu mir, ich bin zu dem Zeitpunkt auch nur so rumgelaufen", antworte ich und deute auf meine schwarze Hose und mein blutrotes Hemd, was ja vorn offen ist.
„Stimmt, da bist eher du ziemlich unpassend unterwegs gewesen", meint Jin.
„Jupp... naja, aber ich hab mich eben schon so dran gewöhnt, so zu kämpfen, dass ich meine offensichtlichen Schwachpunkte dadurch eliminieren, oder zumindest nicht mehr ganz so hinderlich machen kann, da würde ich vermutlich noch mehr zu Schaden kommen, wenn ich anfange, eine Rüstung zu tragen. Ich hab's nie probiert, und ich werd's auch nicht. Bin so auch relativ gut durchs Leben gekommen", erkläre ich schulterzuckend.
„Hey, jedem das seine. Ich laufe auch schon seit Ewigkeiten mit dem Zeugs hier rum, und sieh' mich an, kaum irgendwelche Verletzungen an mir! Naja, und da ich ein Drache bin, bin ich ja auch eigentlich in der Lage, den typischen Flammenatem eines solchen zu verwenden, aber mir wurde nie wirklich beigebracht, wie man den am besten verwendet. Das letzte Mal, als ich den vor ein paar Tagen verwendet hatte, war auch das erste Mal seit 'ner langen Zeit. So ganz brauche ich den Flammenatem aber nun auch wiederum nicht. Es fühlt sich im Hals einfach widerlich an, wenn da das Feuer emporsteigt, und es braucht einfach viel zu viel Kraft", erklärt Jin mir.
„Hm, verstehe. Also, wenn du meinst, dass du das als nicht wirklich notwendig empfindest, dann ist's okay, ist ja deine Sache, wie du damit umgehst. Naja, und jetzt, wo wir ja angeblich diese ‚magischen Kräfte' erhalten haben, dürfte das Feuerspucken für dich wahrscheinlich jetzt irrelevant werden", meine ich schulterzuckend.
„Vorausgesetzt, wir finden heraus, wie genau der Scheiß jetzt funktioniert", knurrt Jin.
„Jupp. Weißt du, so langsam glaub ich, dass der Kerl uns nur gelinkt hat, und das nur ein mieser Scherz war", murmele ich.
„Kommt mir auch schon so vor. Naja, was soll's, für uns ist das jetzt komplett egal, wir haben unseren Platz schon gefunden", meint Jin, als er sich rücklings auf den Boden legt.
„Genau. Naja, wo wir vorhin schon über meine Freundin gesprochen haben, wie sieht's mit dir aus, Jin? Warst du mit jemanden zusammen?", frage ich jetzt ihn.
„Hm? Oh, äh, ja klar, ich war mit vielen, vielen Frauen zusammen. Heh, ich bin ja so ein Weiberheld...", meint Jin, als er sich aufrichtet, mit einem Grinsen im Gesicht und einem Ton in der Stimme, wo man ihm sofort anmerkt, dass das gerade eine fette Lüge war...
„Jin...", murmele ich, ich will schon anfangen, einen kleinen Vortrag darüber zu halten, dass so nur solche Leute sprechen, die nur zum Spaß was mit Frauen anfangen. Na gut, ein Vortrag soll's nicht werden, eben halt nur eine kleine Anmerkung.
„Ja, gut, ich weiß, ich hab gelogen, ich hatte nie eine Freundin, verurteil' mich nicht!", ruft er auf einmal und wendet seinen Blick von mir ab.
„Wieso sollte ich dich verurteilen? Nur weil du keine Freundin hattest? Naja, lügen hättest du jetzt nicht unbedingt müssen, aber hältst du mich etwa für so oberflächlich?", frage ich ihn, doch ein wenig verwundert, dass er anscheinend so über mich denkt.
„Nein, es tut mir leid, aber... ich, ich weiß nicht, aber als du vorhin von dieser Shelly erzählt hast, da hab ich mich so neidisch gefühlt. Naja, und...", murmelt er, ihm ist das anscheinend oberpeinlich.
„Jin... das muss dir nicht peinlich sein. Schau, mir kannst du's ja sagen. Außerdem, wem sollte ich das sonst weitererzählen, etwa diesen Schweinen aus Montan?", versuche ich, ihn zu beruhigen.
„O-okay... naja, es ist so... ich war bislang nie wirklich interessiert... naja, daran. Ich musste mein ganzes Leben um mein Überleben kämpfen, da kam mir nie wirklich in den Sinn, darüber nachzudenken", murmelt er.
„Hey, ich kann das verstehen. Wenn du nie Interesse an einer engeren Beziehung hattest, dann isses eben so. Da kann dich keiner zu irgendwas zwingen, was du nicht willst", vergewissere ich ihn.
„Stimmt... Danke...", murmelt Jin, jetzt lächelt er wieder ein bisschen.
„Kein Problem. Ist ja deine Sache, wie du darüber fühlst. Und egal für wen du größere Gefühle hegst, ich werde dich nicht daran hindern", spreche ich und lege meinen Arm um seine Schulter.
„Danke, Jay...", murmelt er. Zuerst wirkt er ja so, als ob er noch etwas sagen will, dann steht er aber auf und murmelt: „Ich leg mich dann mal ins Bett... gute Nacht!"
„Nacht! Ich sollt' mich dann wohl auch schlafen legen...", murmele ich, als ich das Lagerfeuer lösche und Jin ins Haus hinein folge.
„Danke... für das Gespräch", murmelt Jin, als er sich aufs Bett setzt.
„Keine Ursache. Alles wieder in Ordnung?", frage ich, doch etwas besorgt.
„Ja, alles wieder in Ordnung. Weißt du, du bist ziemlich cool", meint Jin, jetzt blickt er wieder fröhlich drein, so wie ich ihn kenne.
„Echt? Ach was...", murmele ich etwas verlegen.
„Nein, wirklich! Dafür, dass ich überhaupt mitkommen durfte... ich... würde mich bei dir gern irgendwie revanchieren...", murmelt Jin.
„War doch kein Problem, Jin", murmele ich.
:iconjarylgaren:
Dies ist die Geschichte von Jaryl Garen, einem Wolfsmann, und Jin, einem jungen Drachen, die durchs Land reisen, um einen Ort zu finden, wo sie in Frieden leben können. Aber werden sie je Frieden finden? Etwas braut sich im Hintergrund zusammen, etwas, was ihre Leben verändern wird... für immer...

Unsere beiden Helden sind immer noch unterwegs zum nächsten Dorf. Was sie dort wohl erwarten wird?

Das Thumbnail hab nicht ich gezeichnet, das ist von einer Commission, die ich von :iconartofwfa: gekriegt hab : [link]
Add a Comment:
 
:icondemonicanomaly:
=DemonicAnomaly Sep 8, 2012  Hobbyist Writer
Google chrome translates this... pretty well :iconinglipplz:


I'll have to go over it later.
Reply
:iconjarylgaren:
~JarylGaren Sep 8, 2012  Hobbyist Writer
It does? Didn't knew. o.o


Alright, thanks.
Reply
:icondemonicanomaly:
=DemonicAnomaly Sep 8, 2012  Hobbyist Writer
Eh... looking at it, it still would require a lot of cleaning up.
Reply
:iconjarylgaren:
~JarylGaren Sep 8, 2012  Hobbyist Writer
Dammit. :/
Reply
:icondemonicanomaly:
=DemonicAnomaly Sep 8, 2012  Hobbyist Writer
IDK, you could use it as a start? I mean, sentence logic was clear enough for me to understand maybe 70% of it. It's just far from being where my standards would try to get it via translator alone.
Reply
:iconjarylgaren:
~JarylGaren Sep 8, 2012  Hobbyist Writer
Well, at least it's something, I guess? :/
Reply
:icondemonicanomaly:
=DemonicAnomaly Sep 8, 2012  Hobbyist Writer
Maybe... only you'll really be able to tell, though (since you wrote it). Things can get lost in translation, or even take on an entirely new meaning. See for yourself: [link]

Like I said, a good deal of it looks OK. But your discretion is advised.
Reply
:iconjarylgaren:
~JarylGaren Sep 8, 2012  Hobbyist Writer
Thanks.
Well, I took a read, and, quite frankly, it's awful. ^^" There are some good sentences in there, though, I will admit that, but that one's offset by everything else being, of course, translated literally word-by-word.
Reply
(1 Reply)
Add a Comment: